Die Russisch Blau Cattery vom Flachsbach
Die Russisch Blau Cattery vom Flachsbach

Zur Rasse

mit freundlicher Genehmigung von

vom Nordsternchen

Patricia Krzeminicki                                 

 

In den nördlichen Gebieten Nordnorwegens, Nordfinnlands und einigen nordrussischen Bereichen war die, damals noch als einfache "blaue Katze" benannte Rasse schon im 8. Jahrhundert zuhause. Im Wikinger Museum in Paris lässt sich erkennen, das schon die Wikinger eine Vorliebe für die blaue Katze hatten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten, das nordische Seefahrer Handschuhe und Umhänge aus blauem Katzenfell hergestellt, trugen, was die Vermutung nahe legt, das es die Russisch Blau schon um 830/840 gab. Außerdem scheint es belegt, dass auch in Sibirien die Russisch Blau als Pelzlieferant für Mützen, Muffs und Kleiderbesätze gedient haben soll. Bekannt und sicher ist auf jeden Fall, das die Wikinger ein sehr sehr reisefreudiges Volk waren und gerne die ein oder andere Eroberung machten und so verwundert es nicht, das schon sehr früh die ersten Katzen dieser Rasse nach England, Spanien und Malta kamen. So kamen die blauen Katzen auch zu ihren damaligen Namen, die da waren "Malteserkatze", "Spanisch Blau" und "Archangelsk-Katze", wobei der letzte Name wohl auch deshalb zustande kam, weil England bereits im Jahr 1553 mit Handelsniederlassungen im Hafen von Archangelsk in Handelsbeziehungen stand. Vom Hafen Archangelsk wurde Leder, edle Pelze und Holz verschifft und viele dieser Schiffe hatten eben auch Katzen an Bord um den Mäusen und Ratten beizukommen, die sich natürlich auch gerne mal an der wertvollen Fracht bedienten. Und auf diesem Weg kamen die blauen Katzen als "blinde Passagiere" nach Nordengland.

Bei den bis vor ein paar Jahren geltenden, extrem strengen Quarantänebestimmungen von England ist kaum vorstellbar, das so eine zufällige Einreise wie zuvor beschrieben überhaupt noch möglich war, aber Ende der 90er gelang es einem Russisch-Blau-Kater doch, die strengen Einreisebestimmungen für sich etwas zu lockern. Damals musste eine dreimonatige Quarantäne eingehalten werden, wenn eine Katze in Großbritannien einreisen sollte um die tollwutfreie Insel auch weiter davor zu bewahren. Der Kater, der wohl von einem nordrussischen Schiff kam, schien es seinen Vorfahren gleichtun zu wollen und so eroberte er die Welt als blinder Passagier. In Schottland fand seine Reise dann ein Ende und der Kater ein neues Zuhause. Seine neuen Besitzer stellten bei seiner Ankunft fest, das der Kater ein besonders dichtes und plüschiges Fell hatte, was außerdem leicht vom Körper abstand. Die festgestellten Merkmale des Fells ließen Rückschlüsse zu, das der Kater bis dahin in Russland in einer klimatisch unwirtlichen Umgebung gelebt hatte. Aber schon nach einem Jahr Leben in gemäßigtem Klima, hatte sich das Fell schon den veränderten Anforderungen angepasst, es war lange nicht mehr so dicht und lag auch enger am Körper.

Die blauen Katzen fanden ihren Weg auch in die nordischen Minnegesänge, um 1300 brachten skandinavische Liederschreiber alte Gesänge zu Papier, die damals bereits 400 bis 500 Jahre alt waren. Es waren vorwiegend norwegische Minnesänger, die den Katzen als enge Freunde der Menschen huldigten, die deren Höfe von Mäusen und Ratten befreiten und dadurch die guten Ernten sicherten. Die Katzen erhielten dafür einen warmen Platz in den Ställen und sich auch einmal ein gut gefülltes Schälchen Milch von den Fjordbauern. So entstand schon damals eine symbiotische Beziehung zwischen Mensch und Katze.

Um etwa 1850 ist die Existenz einer Russisch-Blau-Katze namens "Vadka" am russischen Zarenhof belegt. Es ist erwiesen, das Zar Nikolaus I. ein begeisterter Befürworter dieser Rasse war und der russische Hochadel eiferte ihm nach. Am Zarenhof waren die Russisch Blau so beliebt, das sie sogar bei den Kindern der Zaren schlafen durften. Man erzählte sich, das die Kinderfrauen nachts die wunderschönen Katzen mit den smaragdfarbenen Augen auf die Betten der Kinder setzten, um böse Geister von ihnen fern zu halten. Das diese Geschichten nicht aus der Luft gegriffen sind, belegen Fotodokumente der ehemaligen Hofdame der Zarin, Anna Wirubowa. Auf diesen Fotos ist zu sehen, das am russischen Hof eine große, graue Katze lebte, die mit dem Sohn des Zaren im Bett schlief. Ob die Katze allerdings wirklich böse Geister verjagt ist nicht belegt.

Auch die Briten konnten sich der Faszination dieser blauen Rasse nicht entziehen und so kam es 1901 zu einem ganz besonders wertvollen Geschenk. Der Zar schenkte Königin Victoria von England und ihrem Sohn Edward VII. ein Russisch-Blau-Zuchtpaar, womit die Zucht der Russisch Blau in England unter königlicher Schirmherrschaft stand. Prinz Edward VII. war sogar so begeistert von der Rasse, das er den Vorsitz des ersten Zuchtverbandes übernahm und so konnte es geschehen, das diese eigentlich ganz schlichte blaue Hauskatze aus kalten, nordischen Gebieten einen so berühmten Fürsprecher bekam.

Die neuere Russisch Blau Geschichte ist fest mit dem Namen Mrs. C. Careew-Cox aus South Walden, in der Grafschaft Essex gelegen, verknüpft. 1893 führte sie eine Katze namens Olga, mit der sie quasi den Grundstein für ihre Zucht legte, aus Archangelsk nach Großbritannien ein und dann die Katzen Lingpopo, Moscow, Bayard, Fashoda, Odessa und Yula. Eine Quelle, welche über den Import von Russischen Katzen nach England berichtet, war das Magazin von Mrs. Carew Cox, die ihre erste Arkhangelsk-Katze um 1890 erwarb und sie in ihrem Magazin beschrieb, als blaue Kurzhaarkatzen aus Nordrussland mit einem kurzen silbrigen Fell, mit großen Ohren, weit gesetzten Augen und einem schlanken Gesicht, die sehr intelligent und anhänglich seien:

Originaltext aus dem Magazin

"In 1890 I got Kolya - a beautiful blue and white cat. It was exported from the Kola Peninsula located between the White Sea and the Barents Sea. It changed several masters in the open sea and finally it was exchanged for a leg of mutton in London docks. Kolya was a very nice little cat. It had an absolutely round muzzle and very soft fur. It died in November of 1900".                            Deutsche Übersetzung

 1890 erhielt ich Kolya - eine schöne blau-weiße Katze. Sie wurde von der Kola-Halbinsel exportiert, die zwischen dem Weißen Meer und der Barent See liegt. Sie hatte verschiedene Besitzer auf offener See und wurde schließlich gegen eine Lammkeule in den Docks von London eingetauscht. Kolya war eine sehr liebe kleine Katze. Sie eine absolut runde Schnauze und sehr weiches Fell. Sie starb im November 1900.

Natürlich gab es bei der Zucht und Etablierung der "neuen" Rasse auch einige Probleme, es gab ja bereits die blauen Kurzhaar-Rassen British Blue und Chartreux und deren Züchter waren viel mehr daran interessiert, den Genpool der Russisch Blau zu nutzen um den ihrer schon bestehenden Rassen aufzufrischen. Zu jener Zeit wurden nämlich alle blauen (und nicht nur diese) Kurzhaarkatzen mehr oder weniger gemeinsam verpaart, wodurch sich jegliches, auch das russische, Erbe natürlich nach und nach immer mehr verwässerte. Aber die kleine Züchter-Gruppe um Mrs. Carew-Cox ließen sich weder einschüchtern noch unterbuttern und hielten an der Vorstellung die Russisch Blau zu etablieren fest. Aufgrund gemeinsamer Bemühungen erreichten sie 1912 tatsächlich sowohl die Aufteilung in "Blue Britisch Type" und "Blue Foreign Type" als auch, dass sie nunmehr getrennt gerichtet werden. Es war zwar nur ein Teilerfolg und ein langer steiniger Weg sollte noch vor den Züchtern liegen, aber immerhin war damit ein Anfang gemacht.

Dann kam der zweite Weltkrieg und sorgte, wie schon der erste Weltkrieg dafür, das  die züchterischen Bemühungen um die Russisch Blau erstmal in's Stocken gerieten. Die Menschen hatten zu dieser Zeit ganz andere Probleme, sie kämpften um's Überleben, da traten die Bemühungen, die Zucht voranzutreiben in den Hintergrund. In den Wirren des Zweiten Weltkrieges gingen leider viele Katzen, deren Abstammung sich auf Mrs. Carew-Cox's Russen zurückführen ließen, verloren. Und als sich die Katzenfreunde nach Kriegsende wieder dem normalen Leben und dem geliebten Hobby zuwenden konnten, mussten sie feststellen, dass auch viele wichtige Aufzeichnungen nicht mehr aufzufinden waren - was eine große Lücke in der Geschichte der Rasse hinterließ. Um der Zucht wieder auf die Sprünge zu helfen, wurde nach dem Krieg vor allem in Schweden und den Niederlanden Siam-Katzen eingekreuzt, was zwar eine Verbesserung der Augenfarbe mit sich brachte, sich auf den Körperbau und die Fellqualität allerdings negativ auswirkte.

In der heutigen Zeit angekommen, arbeiten europaweit engagierte Züchter mit viel Erfolg an der Erhaltung und Verbesserung der Rasse Russisch Blau. Besondere Aufmerksamkeit in der breiten Öffentlichkeit erfährt die Rasse, seit auch die Werbeindustrie gefallen an der Schönheit mit den Smaragdfarbenen Augen gefunden hat. So ließ ein deutscher Automobilhersteller eine Russisch Blau eine weiße Maus durch eines seiner Luxusmodelle jagen und ein Pharmahersteller wirbt auf seinen Plakaten mit den geheimnisvollen Augen der Russisch Blau.

 

Die blauen Schönheiten mauserte sich nicht nur zum Liebling der Aristokratie, nach schweren Zeiten mit Rückschlägen haben sich die Russisch Blau heute in viele Katzenliebhaber-Herzen geschlichen und sind sogar kleine Stars in der Werbebranche.

Und aus der Nähe betrachtet ist es noch schwerer, diesen traumhaften smaragdfarbenen Augen zu widerstehen -

aber wer will denn auch widerstehen!   

Die Russisch Blau kann generell in 3 - 4 verschiedene Typen (phänotypische Erscheinungen) unterschieden werden, wobei es sich allerdings nicht um eine wissenschaftliche Klassifizierung handelt.

 

- mitteleuropäische / kontinentale Typ

- skandinavischer / sibirischer Typ

- amerikanische Typ

- englische Typ

 

Der mitteleuropäische/kontinentale Typ (Dieser Begriff ist gebräuchlich auch wenn es dazu keinerlei Belege in der Literatur gibt.) entwickelte sich aus Tieren der Tschechischen/Slowakischen Republik, den Niederlanden und Deutschland. Die Tiere zeigen einen etwas kürzeren Kopf mit sehr geradem Profil. Meist sehr elegant, teilweise ein wenig leicht; jedoch von sehr guter Fellqualität und ausdrucksstarken Augen. Dieser Typ ist nicht mehr so weit verbreitet, da sich in Mitteleuropa durch Verpaarung die Gestalt der Tiere etwas dem Amerikanischen Typ annähert.

 

Der skandinavische Typ entwickelte sich in Dänemark und Schweden in der Zeit zwischen 1940-1950 zu hoher Qualität. Er zeichnet sich durch, manchmal etwas runde, große und weit gestellte Augen aus. Der Kopf besitzt eine flache kurze Keilform mit gutem Winkel und kräftigem Kinn. Die Ohren am Ansatz weit und das Fell - manchmal leider nicht in der gewünschten Dichte - von sehr schönem mittleren Blau.

 

Der amerikanische Typ zeigt ein exzellentes Profil, die Ohren etwas niedriger angesetzt. Die Augen groß und ausdrucksstark, dabei etwas rundlicher. Sehr gutes, kurzes und weiches Fell, dies vergleichsweise hell mit einem guten starken Silberschimmer. Teilweise von der Gestalt etwas klein; Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur wenig in der Größe und die Kater zeigen selten ausgeprägte Katerbacken.

 

Der englische Typ entwickelte sich, wie sollte es bei dem Namen auch anders sein, in England. Durch sehr strenge Einfuhrbestimmungen des Inselstaates für Tiere gelangten nur wenig ausländische Katzen nach England. Dieser Typ hat etwas kleinere, enger gestellte Augen, hoch angesetzte Ohren, kräftige Schnurrhaarkissen und vergleichsweise lange Nasen, die jedoch teilweise einen leichten Stopp aufweisen.

                Die Russich Blau....  

                              

...macht Stretching immer und überall! ...knüpft auch gerne rasseübergreifende Freundschaften.      ...lässt sich auch schon mal hängen.

                              

...ist zu allen und allem zärtlich.             ...hat auch nichts gegen körperliche Nähe.            ...bewahrt immer die Contenance.

                              

...ist oft auch ein richtiger Clown und treibt Schabernack.    ...kann dem anderen auch was gönnen. ...hat Sinn für gemütliche Stunden.

 

Fell:

Das kurze, weiche, silbrig schimmernde Fell in der Farbe "Blau", wie Fachleute das glänzende Grau nennen, harmoniert perfekt mit den smaragdgrünen Augen. Als einzige Katzenrasse überhaupt trägt die Russisch Blau ein Doppelfell, was bedeutet, das die Deckhaare die gleiche Länge haben, wie die Unterwolle, was bewirkt, dass das Fell sehr kurz und abstehend ist. Das Fell ist seidigweich, bedarf kaum Pflege und hat farblose Haarspitzen, was man im Fachjargon "Tipping" nennt. Diese farblosen Haarspitzen brechen das einfallende Licht und lassen das blaue Fell dieser Katze silbern schimmern. Bei hellen Russisch Blau Katzen scheint es manchmal so, als wäre die Katze silber/chrom, aber unter den Spitzen muss deutlich sichtbar ein Blau bzw. Grau zu sehen sein.

 

Kopf:

Keilförmig, mit langem, geraden Hals und kräftigem Kinn. Die Nase ist gerade und ohne Einbuchtung. Die ausgeprägten Schnurrhaarkissen geben dem Gesicht der Russisch Blau ein einzigartiges Aussehen. Das Profil ist leicht gewölbt, mit gerader Stirn und weit nach oben gesetzten, spitzen Ohren.

 

Ohren:

Groß und leicht spitz. Die Haut ist dünn und nur leicht von sehr feinem Fell bedeckt, was das Ohr fast transparent erscheinen lässt.

 

Augen:

Sie sollten von lebhaft dunkelgrüner Farbe sein und weit auseinander stehen sowie mandelförmig sein. Russisch Blau Katzen werden blauäugig geboren. So etwa in der 6. bis 8. Woche beginnt die Augenfarbe der Kleinen sich zu verändern.

 

Körper:

Langgestreckter Körper, mittelstarker Knochenbau, jedoch graziöser Wuchs und Gesamteindruck. Sie ist eher schlank und bewegt sich mit geschmeidigem Muskelspiel.

 

Schwanz:

Mittellang, in Proportion zum Körper, mäßig breiter Ansatz und nicht allzu spitz zulaufend.

 

Beine und Pfoten:

Hohe, feine und grazile Beine, schmale ovale Pfoten. Pfotenballen rosenholz- bis lavendelfarbig.

 

Wesen:

Die Russisch Blau ist zurückhaltend, sie spricht leise, mit zarter und unaufdringlicher Stimme zu ihren Menschen. Die Russisch Blau ist freundlich und sanft im Umgang mit Menschen, sie verteilt großzügig ihre Zuneigung. Zudem sind sie sehr menschenbezogen und suchen ständig Kontakt zum Besitzer. Ein besonders inniges Verhältnis entwickelt diese Rasse zu dem als "ihren" auserkorenen Menschen, sie vertraut diesem völlig und zeigt das auch deutlich auf ihre Art. Sie wird ihren Menschen mit leisen Tönen begrüßen, sich auf den Rücken rollen und sich mit dem größten Vergnügen den Bauch kraulen lassen. Fremden gegenüber ist sie aber eher zurückhaltend, gelegentlich sogar scheu.

 

Einerseits sind Katzen dieser Rasse ausgeglichen, ruhig, sanft und edel, zugleich sind sie temperamentvoll, naturhaft und kraftvoll. Die Russisch blau ist eine schmusig, anhängliche sowie anpassungsfähige Katze, die - wie alle schlanken Rassen - recht quirlig sein kann, aber auch den Sinn für ein friedliches Zuhause hat. Sie spielt gern und bis ins hohe Alter, außerdem finden sie es äußerst interessant alles um sie herum genauestens zu beobachten. Die Russisch Blau benötigt Zuwendung wie ihr tägliches Futter. Sie holt sich ihre Schmuseeinheiten nur wenn ihr danach ist, aber wenn sie schmusen will dann richtig! Dann muss man alles stehen und liegen lassen und sich nur mit ihr beschäftigen. Eine Russisch Blau stiehlt sich still und leise in Ihr Herz, und schon nach kurzer Zeit ist ein Leben ohne sie fast undenkbar.

                                 

 

 

               

 

 

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Kurzbeschriebung:

Schulterhöhe Kater: Ø 30-40 cm

Kätzin: Ø 20-30 cm

 

 

Gewicht Kater: Ø 4-6 kg

Kätzin: Ø 3-4 kg

 

 

erlaubte Fellfarben Blau, solid (schimmerndes Grau, einfarbig)

 

 

erlaubte Fellzeichnung keine (Tabby am Schwanz wird akzeptiert)

 

 

erlaubte Augenfarben Grün (lebhaft, smaragdfarben)

 

 

Fehler Alle Muster und Weißflecken, andere Fellfarbe, andere Augenfarbe, Stop im Profil, genetische Defekte aller Art, unbalancierter Körperbau, Disharmonie, aggressives Temperament

Ursprungsland Russland - GUS

                 

 

Die Russisch Blau trägt ein graublaues, kurzhaariges, aber sehr dichtes (doppeltes) Fell mit farblosen Haarspitzen, welche im Licht einen Silberschimmer erzeugt (kein genetisches silber!).

 

Tiefe, satte, smaragdgrüne Augen heben sich deutlich von der Körperfarbe ab. Der Körper ist mittelgroß, mittelschwer, elegant, aber muskulös.

 

Der Kopf ist klar strukturiert und weder zu lang noch zu kurz.

 

Das Profil (Linie Stirn zu Nasenspitze) sollte gerade sein. Diese Katze wirkt in allem ausbalanciert.

 

 

Die Russisch Blau ist eine ausgeglichene, ruhige Katze mit starker Bindung zu Menschen.

 

Die Russisch Blau Katzenrasse gilt als Naturrasse, das heißt sie wurde nicht zu ihrem Aussehen gezüchtet, sondern trat so in der Natur auf.

 

Herkunft:

 

Russische Quellen nennen folgende Herkunft:

 

Die erste Gruppe von Zuchtexemplaren der späteren Rasse Russisch Blau stammte aus Archangelsk.

 

Sie wurde um 1860 vermutlich von britischen Matrosen als Handelsware nach England eingeführt.

 

 

Um 1900 war die Rasse sowohl in England als auch im zaristischen Russland sehr beliebt.

 

Durch Einkreuzen der Siamkatze, Britisch Kurzhaar und der Europäischen Kurzhaar konnte die Rasse, welche nach dem 2.Weltkrieg fast ausgerottet war, erhalten werden.

 

Durch diese Einkreuzungen wurde das Fell der Rasse kürzer und dichter und die Augenfarbe wurde tief-smaragdgrün.

 

Ab ca. 1937 gibt es die Russisch Blau als eigenständige Rasse; bis dahin wurde sie als Variante der Malteser Blau, Foreign Blue, Kartäuserkatze oder Britisch Kurzhaar geführt.

 

 

 

Aussehen:

 

 

Als einzige Katzenrasse überhaupt trägt die Russisch Blau ein Doppelfell. D.h. die Deckhaare sind gleich lang wie die Unterwolle, was bewirkt, dass das Fell sehr kurz und abstehend ist.

 

Es ist seidig weich und hat farblose Haarspitzen, was im Fachjargon "Tipping" heißt. Diese farblosen Haarspitzen brechen das einfallende Licht und lassen das blaue Fell dieser Katze silbern schimmern.

 

Bei hellen Russisch Blau scheint es manchmal so als wäre die Katze silber/chrom, aber unter den Spitzen muss deutlich sichtbar ein Blau bzw. Grau zu sehen sein.

 

 

Das kurze, weiche, silbrig schimmernde Fell in der Farbe "Blau", wie Insider das glänzende Grau nennen, steht im Idealfall immer leicht ab, liegt nicht an und harmoniert perfekt mit den smaragdgrünen Augen.

 

Die graziöse Haltung, der mittelschwere Körper, die schlanken Beine, der lange spitzzulaufende Schwanz und die großen Augen sind markante Merkmale der Russisch Blau.

 

Ein klarer Blick, ein kantiger, klar strukturierter, keilförmiger Kopf, innen beinahe nackte Ohren und dem so rassetypischen Lächeln tragen zum freundlichen Gesamteindruck bei. Sie hat sehr ausgeprägte Schnurrhaarkissen.

 

 

Bei den Jungtieren ist die Augenfarbe meist noch nicht ausgeprägt - kleine Russisch Blau kommen wie alle Katzenkinder mit blauen Augen auf die Welt.

 

Die Augenfarbe wechselt im Idealfall von Blau auf Grün, meist jedoch ist die Farbe von Blau auf Gelb/Ocker nach Grün wechselnd.

 

Zweijährig sollte die Russisch Blau aber auf jeden Fall ihre smaragdgrünen Augen zeigen.

 

Auch kommen Russisch Blau Kinder mit einer Tabbyzeichnung (Tiger blau in blau) auf die Welt. Mit spätestens 1 Jahr sollte eine Russisch Blau Katze aber zeichnungsloses blaues Haarkleid aufweisen können, einzig die Ringe am Schwanz werden toleriert.

 

 

Charakter:

 

 

Sie gilt als ruheliebende mittelaktive Katze (was aber nur für erwachsene Tiere stimmt).

 

Sie ist sehr ruhig, verliert nur sehr wenig Haare und ist sehr gut geeignet für die Wohnungshaltung. Sie braucht einen klar strukturierten Tagesablauf um sich wohl zu fühlen.

 

Sie sind familienbezogen und hängen an ihren Besitzern.

 

Prinzipiell suchen Russisch Blau immer die Nähe "ihrer" Menschen.

 

 

Junge Russisch Blau sind alles andere als ruhig und brauchen viel Aufmerksamkeit.

 

Mit ca. einem Jahr verändern sich die Tiere deutlich.

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